Meine sehr persönliche Rückschau auf die SalonKunst am letzten Oktober-Wochenende
Langsam finde ich Worte zu dem, was wir letztes Wochenende gemeinsma geschaffen haben und erleben durften – rund um die SalonKunst zu Unvergänglichkeit und Trost.
Vom Trost-Dinner mit Cordi Kuck.

Einem offenen Dialog mit den Teilnehmenden zu (Un-)Vergänglichkeit und der Möglichkeit sich anzuvertrauen.
Ergänzt um schmeckbar gemachte Trost-Erinnerungen durch Lieblings-Leckereien uns lieber Verstorbener.

Und einem bunten Picknick aus mitgebracht Selbstgemachtem.
Die Geschmäcker singend aufgenommen in eine berührende Performance aus Gesang, Harmonium, koreanischer Trommel und Gong.
Bis zur freien Geigen-Improvisation von Florence Konkel vor den ausgestellten Skulpturen und Fotos.
Wie konnten Weite und Verbundenheit bei einem auf den ersten Blick schweren und gerne ausgeklammerten Thema, die eigene Endlichkeit, zugleich das Unvergängliche der europäischen Stimmen über ihren Tod hinaus und das Sterben – obgleich uns alle betreffend – entstehen?
Es begann mit einem Lauschen – den Ausführungen der Künstlern zu ihren Werken.
Leben geht – Ästhetik am Abgrund von Dirk Harms und Fotos aus dem European Archive of Voices von Maximilian Gödecke.
Aufmerksam, fast gebannt – in aller Leichtigkeit – zuhören.
Immer wieder nachfragen und nachspüren, ein Springen zwischen den Welten: was trägt mein Leben, was möchte ich hinterlassen, kann ich mein Lebensende mit gestalten?
Einige der von Max Interviewten sind mittlerweile verstorben. Welch Segen, dass uns diese fremden Menschen durch seine phantastischen Fotos bis heute so nahe kommen und berühren.
Gerade mal die Hälfte der Werke konnten wir gemeinsam erkunden, dann begann das tröstliche Schmausen. Das Gesehene und Gehörte hat auf seine ganz eigene Weise den Raum so in seinen Bann gezogen, dass wir es nicht einmal schafften, die Zeit zwischen den Menu-Gängen zu nutzen, um auch die nocht nicht gesehene Kunst näher kennen zu lernen.
Was wurde möglich? Was für ein Raum durfte sich öffnen, damit Leben und Tod zu solcher Nähe zwischen sich bisher Fremden wurde?
Eine Weite und Vertrautheit zwischen Unbekannten eroberte unseren Raum und schuf eine Verbundenheit über das hinaus, was wir aktiv gestalten können.
Es liegt wohl doch an uns, einen Übergang – keinen Abgrund – zu gestalten – und in Erinnerung bleiben zu können.
Wie tröstlich.


